Brotdorf

Der genaue Entstehungstermin ist nicht genau bekannt, es wird jedoch vermutet, dass der Ort im 8. Jahrhundert entstanden ist.

Im Jahre 1147 wird Brotdorf das erste Mal urkundlich unter dem Namen „Brutdorf“ im Revisionsbericht des Bischofs Alberto erwähnt: „In Brutorf besteht eine Bannmühle, die zum Schwarzenberger Lehen gehört und ihrer Herrschaft jährlich 17 Malter Korn einbringt“. 1212 erwirbt der Erzbischof von Trier das Land zu „Bruchdorf“ und gibt es als Lehen an Frederich von Enzenberch. 1323 Hof- und Grundherrschaft Broedorf sind als Lehen des Raugrafen Georg im Besitz des Ritters Peter von der Brücken, der 1325 Brotdorf als raugräfliches Afterlehen des Erzstiftes Trier besitzt. Das Geschlecht derer von Brücken stammt aus Merzig.

Am Ende des Dreißigjährigen Krieges bleiben nur noch 4 Einwohner übrig. Als Folge der französischen Revolution gehört Brotdorf von 1798 bis 1814 zum Saardepartement, Arrondissement Saarbrücken, Kanton Merzig, Mairie Hausbach.

1932 erfolgte der Neubau der Pfarrkirche unter dem Architekt Prof. Dr. Clemens Holzmeister. 1938 kam Brotdorf zur Stadt Merzig, 1946 wurde diese Angliederung widerrufen. Brotdorf gehörte zu Merzig-Land.

Im Zuge der Gebietsreform kommt Brotdorf 1974 mit 3364 Einwohnern als Stadtteil wieder zu Merzig. Im gleichen Jahr wurde Brotdorf durch die Neubaugebiete ‚Wild II‘ und ‚Wild III‘ zum größten Stadtteil neben der Kernstadt. Heute hat Brotdorf gut 3.800 Einwohner und ist somit nach Merzig, Losheim am See und Beckingen der einwohnermäßig viertgrößte Ort des ganzen Landkreises Merzig-Wadern.

Kommentare sind geschlossen