Wahlen

Wahlen wurde erstmals 1147 urkundlich erwähnt. Heute liegt der Ort in einem von acht Hügeln umrahmten Talkessel. Vor dem Jahr 1635 lag der Ort dort, wo heute die sogenannte „Urwahlener Kapelle“ steht. Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig entvölkert und vermutlich im Jahr 1677 völlig zerstört. Die Überlebenden siedelten sich in dem bereits 1569 erwähnten Filialort von Wahlen an. Auch heute noch ist vereinzelt zu erkennen, dass es sich um ein ehemaliges Sumpfgebiet handelt. Vor allem im Bereich des Kapwaldes (Sportplatz) tritt so mancher unvorsichtiger Wanderer in unangenehme Schlammlöcher.

Die Deutung des Namens „Urwahlen“ bietet zwei Variationen an. Die Vorsilbe „Ur“ als zeitliche Komponente oder eine Abschleifung von „Oberwahlen“ als räumliche Komponente.

Sehenswert ist der Hochaltar und die Kanzel der Pfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert, die Urwahlener Kapelle aus dem Jahr 1868. Diese Kapelle erhebt sich über den Grundmauern der ehemaligen Pfarrkirche, deren Ruine (Turm und Chor) noch 1739 erwähnt wird.

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