Engel mid unn ohne B: Ein ökumenisches Schmunzelbrevier in saarländischer Mundart, von Peter Eckert

Kritiker haben ihn jüngst als “Mundartkünstler in den Fußsstapfen Erich Kästners” bezeichnet, er selbst mag es eine Spur bescheidener und nennt seine Texte “alltagsphilosophische Spaziergänge des gesunden Menschen- verstandes unter Leuten und Menschen, zwischen Gott und der Welt, ernst, heiter, verhalten ironisch, melancholisch, nachdenklich, vernünftig, radikalromantisch oder schlicht unsinnig, kurz gesagt: wie das Leben, nur halt zum Lesen.”

Dieses Buch sei ökumenisch angelegt, sagt der Autor Peter Eckert. Er selbst ist zwar pfälzisch-protestantisch getauft und rheinischevangelisch aufgewachsen, aber wenn Vater, Ehefrau, Sohn und ein beträchtlicher Teil der Verwandtschaft katholisch sind, kann es nicht ausbleiben, dass man auch in diesem Spektrum reichlich Erfahrungen sammeln kann. Er müsse allerdings einräumen, dass manche der hier erzählten Geschichten, zumindest in Details, sich in einer vergangenen Zeit abgespielt haben und genauso heute wohl eher selten vorkämen. Der Beichtstuhl ist aus vielen Kirchen verschwunden. An die Stelle der überschaubaren Gemeinde mit dem Ortsgeistlichen, der seine Schäflein kannte und wusste, wie sie zu behandeln waren, seien Mammutgemeinden getreten, fusionierte Gemeinden, Seelsorgeeinheiten und Pfarrgemeinschaften mit drastisch reduzierten Pfarrstellen. Die resolute Pfarrköchin, die sich einen Pfarrer hielt, um mit ihm die Gemeinde zu regieren, dürfte schwerlich noch zu finden sein. Und welches Kind macht sich heute noch die Mühe, im Pfarrgarten Obst zu klauen? Sein Buch lade ein zum Lachen, Lächeln, Schmunzeln. Zugleich werbe es darum, kleine Unzulänglichkeiten – eigene und die anderer Menschen – mit einem verzeihenden Lächeln zu ertragen und die dadurch frei werdenden Kräfte zur Abstellung der wirklichenMissstände zu verwenden. Also: Lachen Sie! Man dürfe. Peter Eckert

Schreibe einen Kommentar